Informationen und Fragen rund um Aperio
Lediglich für die Montage der Knaufabdeckung des Aperio C100 wird ein Spezialwerkzeug benötigt. Für den Rest der Aperio-Familie benötigen Sie nur Standardwerkzeuge wie Inbusschlüssel, Schraubendreher und Bohrer.
Aperio wurde für die meisten Innentüren (in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Indien) entwickelt, die im gewerblichen, Bildungs-, Gesundheits-, kommunalen oder in fast jedem anderen Umfeld eingesetzt werden. Türen können aus Holz, Kunststoffbeschichtung oder Metall mit einer Dicke zwischen 35 und 100 mm bestehen.
In vielen Fällen ja. Jeder Fall muss unter Berücksichtigung der spezifischen Glastür und ihrer Verriegelungsspezifikation überprüft werden. C100- und H100-Komponenten sind aufgrund ihrer Befestigungsvoraussetzungen in der Regel besser geeignet. Je nach Tür können jedoch noch viele andere Lösungen verfügbar sein (z. B. wenn die Tür noch nicht hergestellt wurde und es möglich ist, ihr Glas in eine kundenspezifische Form zu schneiden). Zusätzliche mechanische Hardware ist kein Bestandteil des Aperio-Produktportfolios und muss separat beschafft werden.
Aperio verwendet nicht wiederaufladbare Standard-Lithiumbatterien. Je nach Komponente sind dies CR2-, CR123A- oder FR6-Batterien (AA-Größe).
Jede Aperio-Komponente hat eine eigene voraussichtliche Batterielebensdauer. Diese hängt unter anderem von Art und Kapazität der Batterie, dem Online- oder Offline-Betrieb, der RFID-Technologie und anderen Faktoren ab. Der gängige Zeitraum zwischen den Batteriewechseln beträgt 2 bis 3 Jahre. Wir empfehlen, die Gerätebatterien mindestens alle 3 Jahre oder früher auszutauschen, wenn das Gerät einen niedrigen Batteriestatus anzeigt.
Eine schwache Batterie wird durch eine LED am Leser und auch durch eine automatische Benachrichtigung an das Zutrittskontrollsystem über einen Aperio Hub (Aperio online) oder als Ereignis auf dem Kartenspeicher (Aperio offline) angezeigt. So haben Administratoren ausreichend Zeit, die Batterien auszutauschen. Werden Batterien nicht rechtzeitig ausgetauscht, bietet Aperio Notstromoptionen an. Bei C100 und H100 befinden sich die Batterien im äußeren Teil der Tür. Ihr Austausch ist einfach. Ein E100 oder KL100 kann über Micro-USB an der Unterseite des Lesers notbestromt werden. Das L100 kann mit seinem Notstromgerät reaktiviert werden. Nach dem Austausch einer leeren Batterie sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Die letzte Konfiguration wird im Gerätespeicher abgelegt.
Es kommt darauf an, ob Aperio für den Online- oder Offline-Betrieb konfiguriert wurde. Im Online-Modus kann die Smart Credential Cache-Funktion Benutzer in dieser Situation unterstützen. Smart Credential Cache (SCC) kann berechtige Credentials / Benutzerkarten speichern, auf die auch dann zugegriffen werden darf, wenn die Kommunikation zwischen Aperio Schloss und Aperio Hub unterbrochen ist. Der SCC funktioniert mit bis zu 1.000 Credentials. Wenn die Kommunikation unterbrochen ist, können diese Credentials/Karten weiterhin Aperio Schlösser entriegeln. Wenn ein Aperio-Schloss im Offline-Modus betrieben wird, hat dies keinerlei Auswirkungen: Es funktioniert weiter wie bisher.
Wenn Aperio Online offline geht, werden bis zu 200 Zutrittsversuche im Audit-Trail erfasst. Wenn die Kommunikation wieder funktioniert, werden diese Ereignisse an das Zutrittskontrollsystem gesendet.
Ja, mit einer Funktion namens Smart Credential Cache kann das Schloss weiterhin mit einer Liste gültiger Credentials/Karten bedient werden, wenn ein Aperio Online-Schloss offline geht, sprich die Kommunikation zwischen Aperio Schloss und Aperio Hub unterbrochen ist. Im Audit Trail werden bis zu 200 Zutrittsversuche erfasst. Wenn die Kommunikation wieder funktioniert, werden diese Ereignisse an das Zutrittskontrollsystem gesendet.
Aperio V3-Komponenten sind für die Verwendung in Innenräumen konzipiert.
Dies hängt vom Hub-Modell ab. Der AH20 Wiegand-Hub kann 1 Schloss steuern. Das Hub-Modell AH30 RS485 steuert bis zu 16 Schlösser. Ein AH40 IP-Hub kann bis zu 64 Schlösser steuern. Neben diesen Kapazitätsgrenzen gibt es auch eine Voraussetzung, dass Schlösser innerhalb der erwarteten Funkabdeckung/Funkreichweite platziert werden müssen, in der Regel bis zu 25 m. Ferner ist die unterstützte Anzahl von Aperio Schlössern auch abhängig von der Integration im entsprechenden Zutrittskontrollsystem. In Verbindung mit dem Zutrittskontrollsystem SCALA net werden über das HUB-Modell AH30 RS485 bis zu 8 Aperio Schlösser angesteuert.
Die Standardreichweite beträgt bis zu 25 m. Dies kann jedoch durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst werden, darunter die physische Position der Schlösser in Bezug auf den Hub, die Hub-Antenne und die WLAN-Umgebung des Gebäudes im Allgemeinen. Allgemeine Regeln für die Platzierung von Hubs sowie für Antennen, die für verschiedene Raumformen und -größen geeignet sind, finden Sie in den Zeichnungen zur Hub-Abdeckung.
In langen Korridoren mit Türen an zwei Seiten befindet sich der Hub optimalerweise an der Wand an einem Ende des Korridors platziert, die zum anderen Ende hinzeigt. Wenn der Raum eher quadratisch ist – z. B. Eingangshallen oder eine Lobby – dann wird der Hub mittig an der Decke befestigt und eine externe Antenne angebracht, die in der Regel Abdeckung in einem Durchmesser von ca. 25 m bietet. Allgemeine Regeln für die Platzierung von Hubs sowie für Antennen, die für verschiedene Raumformen und -größen geeignet sind, finden Sie in den Zeichnungen zur Hub-Abdeckung.
Aperio-Schlösser können entweder im Online- oder im Offline-Modus betrieben werden. Der Hauptunterschied besteht in der Zutrittskontrolle. Im Online-Betrieb wird dies vom Zutrittskontrollsystem (Controller oder Server) entschieden; die Funkverbindung zwischen Schloss und Zutrittskontrollsystem wartet darauf, bevor die Entriegelung stattfindet (oder nicht). Im Offline-Modus trifft das Schloss diese Entscheidung auf der Grundlage der im Schloss und in den Credentials/Karten des Benutzers gespeicherten Informationen.
Ja, sofern dies von Ihrem Zutrittskontrollsystem unterstützt wird. Ein Vorteil einer solchen Konfiguration sind die Kosten: Ein System kann mit Offline-Schlössern beginnen, die später durch Hinzufügen von Hubs für den Online-Betrieb neu konfiguriert werden. Eine gemischte Konfiguration kann außerdem Kosten an Eingängen sparen, an denen eine Zutrittskontrolle erforderlich ist, die Sicherheitsanforderungen jedoch gering sind, wie z. B. in einem Dokumentenarchiv oder einem Lager für Reinigungsmaterial.
Ja, sofern dies von Ihrem Zutrittskontrollsystem unterstützt wird. Ein Vorteil einer solchen Konfiguration sind die Kosten: Ein System kann mit Offline-Schlössern beginnen, die später durch Hinzufügen von Hubs für den Online-Betrieb neu konfiguriert werden. Eine gemischte Konfiguration kann außerdem Kosten an Eingängen sparen, an denen eine Zutrittskontrolle erforderlich ist, die Sicherheitsanforderungen jedoch gering sind, wie z. B. in einem Lager für Reinigungsmaterial. Kabelgebundene Türen, deren Montage und Betrieb teurer sind, können nur für die empfindlichsten Zugänge, wie die Haupttür, reserviert werden.
Im Allgemeinen gilt: Die Zutrittskontrolle erfolgt entweder über das Zutrittskontrollsystem (online) oder über das Aperio-Schloss (offline), basierend auf den Informationen, die in den Credentials/Karten des Benutzers gespeichert sind.
Der Hauptvorteil besteht darin, dass nur eine einzige Datenbank verwaltet werden muss. Dies erfolgt durch das OEM-System. Endbenutzer müssen keine neue Softwareoberfläche erlernen oder eine separate Datenbank betreiben. Es ist nicht erforderlich, die gleichen Zugriffsrechte für zwei verschiedene Datenbanken einzugeben, was dem Endbenutzer Zeit und Aufwand spart. Für einen Installateur verringert diese Art der Integration auch die Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen, da eines der häufigen Probleme bei der Integration, die Kommunikation zwischen Datenbanken, beseitigt wird. OEMs profitieren ebenfalls: Es ist keine Datenbanksynchronisierung erforderlich, da Aperio-Schlösser von der vorhandenen Hardware des Zutrittskontrollsystems gesteuert werden und alle Datenbanken werden vom OEM-System erstellt.
Wir unterstützen folgende Hochfrequenz-Technologien: iCLASS, iCLASS SE, iCLASS Seos, MIFARE Classic, MIFARE Classic SE, MIFARE Ultralight, MIFARE Plus, MIFARE DESFire EV1, MIFARE DESFire EV2, MIFARE DESFire EV3 (EV2/EV3 nur im Legacy-Modus), MIFARE DESFire SE; LEGIC® Advant, LEGIC® Prime (LEGIC nur als zusätzliche Option); PicoPass; ISO 14443A UID, ISO 14443B UID, ISO 15693 UID. Die meisten davon können gleichzeitig unterstützt werden. Wir unterstützen auch eine Multi-RFID-Funktion: Sie können drei verschiedene MIFARE-Datenstrukturen zum Lesen konfigurieren. Diese Funktion funktioniert für Classic- und DESFire- Credentials/Karten.
Der Aperio-Offline-Betrieb unterstützt MIFARE DESFire- und MIFARE Classic RFID-Technologien. Der OSS Offline-Modus unterstützt dieselben Technologien sowie LEGIC® auf E100- und C100-Geräten. LEGIC® erfordert eine spezielle Hardware-Version; die anderen beiden können auf Aperio-Standardschlössern konfiguriert werden, um der RFID-Technologie des Projekts zu entsprechen.
Aperio unterstützt derzeit HID Mobile Access über NFC (alle Geräte) und BLE (E100, H100, KL100).
Ja. Aperio unterstützt die meisten RFID 13,56-MHz- Credentials/Karten führender Unternehmen wie HID und NXP und unterstützt gleichzeitig mobile Credentials wie HID Mobile Access.
Meistens können dieselben Credentials/Karten mit Aperio verwendet werden. Dies hängt jedoch von einer Sicherheitsbeurteilung Ihres Gebäudes oder Unternehmens ab: Wenden Sie sich an den für die Zutrittskontrolle in Ihrem Gebäude Verantwortlichen.
Im Allgemeinen ja. Sie können aus Sicherheits- oder anderen Gründen von einer RFID-Technologie zu einer anderen migrieren. Der Online-Betrieb ermöglicht ein breites Spektrum an Kompatibilitäten, um Multitechnologie-RFID zu ersetzen oder zu verwenden. Im Offline-Betrieb unterstützen Aperio-Schlösser jeweils einen RFID-Typ, es ist jedoch möglich, zwischen ihnen zu wechseln, z. B. für eine Sicherheitsmigration von MIFARE Classic nach DESFire. In beiden Fällen erfordert dies die Neukonfiguration bereits installierter Geräte, was in der Regel ein oder zwei Minuten pro Schloss dauert.
Ja. Um von Offline auf Online zu wechseln, müssen Sie Hubs installieren und Ihre Schlösser neu konfigurieren (1–2 Minuten pro Gerät).
Der Memory Cache ist eine Funktion von Aperio Schlössern, die online betrieben werden – dedizierter Speicher für Benutzerkarten, die das Schloss öffnen können. Dieser Cache wird nur verwendet, wenn das Zutrittskontrollsystem nicht auf Kartenlesungen reagiert, z. B. bei einem ausgefallenen IP-Netzwerk, Funkstörungen usw. Solange das Zutrittskontrollsystem eine Zutrittsentscheidung sendet, wird diese durchgeführt. Dieser Cache kann auch als Ihre Kartenliste erachtet werden, die Aperio-Schlösser sogar im Notfall (oder jederzeit) öffnen sollte.
Nein, Aperio-Schlösser verwenden kein WLAN für die Funkkommunikation. Die von uns verwendete Technologie ist IEEE802.15.4 mit einem verschlüsselten Kommunikationsprotokoll.
Für Verwaltungszwecke wie das Pairing oder die Konfiguration von Aperio Schlössern und Aperio Hub muss die Aperio Programming Application verwendet werden. Nach der Konfiguration werden alle Bedienaufgaben vom Zutrittskontrollsystem übernommen.
Aperio ist für die nahtlose Integration in nahezu jedes Zutrittskontrollsystem konzipiert. Auf der Seite des Zutrittskontrollsystems sind Integrationsarbeiten erforderlich, um die Verwendung von Aperio als Kernteil des Systems zu ermöglichen. Bei den meisten Systemen ist dies möglich: Die Zahl, bei der es aus technischen oder kommerziellen Gründen nicht möglich ist, ist sehr gering. Wir bieten auch einen Online-Hub an, bei dem ein Schloss und Hub anstelle eines kabelgebundenen Wandlesers an ein Zutrittskontrollsystem angeschlossen werden können (der AH20 Wiegand-Hub zusammen mit einem Aperio-Schloss).
Um eine Aperio-Komponente zu konfigurieren, müssen Sie die Aperio Programming Application verwenden. Für die zusätzliche Kopplung der Aperio Komponenten und des Kommunikationshubs (Aperio online) muss ein Aperio USB-Funkdongle verwendet werden. Für die alleinige Konfiguration von Türgeräten gibt es die Möglichkeit, einen Micro-USB-Anschluss zu verwenden.
Alle Komponenten der Aperio-Familie (außer KL100 und C100 Einzelknauf) ermöglichen die Verwendung eines Innendrückers oder Zylinders zum Öffnen der Tür: Der Drücker ist immer auf der Innenseite eingerastet. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine Fehlfunktion bei den Batterien oder der Elektronik auftritt, können Sie den Raum jederzeit verlassen. Bei E100/H100-Geräten müssen mechanische Schlösser im Inneren der Türen auch die Panikfunktion E unterstützen.
Die Aperio V3-Plattform unterstützt die Fernöffnung. Sie können eine Anfrage direkt von Ihrem Zutrittskontrollsystem senden, um Aperio-Türen zu entriegeln.