Sicherheitsratgeber: So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbruch

Jedes Jahr registriert die Polizei in Deutschland rund 78.000 Wohnungseinbrüche – das entspricht einem Einbruch alle sieben Minuten. Besonders schmerzhaft: Neben dem materiellen Schaden verlieren viele Betroffene das Gefühl von Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Die gute Nachricht: Laut Polizei scheitern viele der Einbrüche an geeigneter mechanischer Sicherungstechnik. Wer gezielt in den richtigen Schutz investiert, kann einen Einbruch in den meisten Fällen verhindern.

Wie brechen Kriminelle ein? Die häufigsten Methoden

Einbrecher nutzen unterschiedliche Techniken, um Schließzylinder und Türen zu überwinden. Je mehr Zeit bei einem Einbruchversuch verstreicht, desto größer das Risiko, entdeckt zu werden. Deshalb nehmen sich Einbrecher selten mehr als ein paar Minuten Zeit – danach geben sie ihren Einbruchsversuch auf.

  • Lockpicking

    Mit speziell angefertigtem Werkzeug oder Schlagschlüsseln manipulieren Täter den Schließzylinder, ohne ihn sichtbar zu beschädigen. Dadurch gestaltet sich die Beweisführung bei einem Einbruch oft schwierig.

  • Aufbohren

    Eine Bohrmaschine zerstört die Mechanik des Schließzylinders, sodass sich das Türschloss danach öffnen lässt. Ohne Bohrschutz ist ein handelsüblicher Zylinder in wenigen Minuten überwunden.

  • Abbrechen oder Herausziehen

    Gemäß DIN EN 1303 / DIN 18252 sollte ein Schließzylinder nicht mehr als 3 mm außerhalb des Türblatts herausschauen. Steht er weiter vor, lässt er sich mit einem Hebelwerkzeug abbrechen oder herausziehen.

  • Unerwünschte Schlüsselkopien

    Gelangen Originalschlüssel in unbefugte Hände, lassen sich diese häufig mit handelsüblichen Kopiermaschinen duplizieren – ohne Wissen des Besitzers. Patentgeschützte Schlüsselprofile und Sicherungskarten verhindern das.

Was sind die größten Schwachstellen in Ihrem Zuhause?

Einbrecher suchen gezielt nach dem Weg des geringsten Widerstands. Am häufigsten nutzen sie die Haustür: Veraltete Schließzylinder ohne Zieh- und Bohrschutz sowie fehlende Zusatzsicherungen machen sie zur häufigsten Einstiegsstelle, besonders bei Mehrfamilienhäusern. Ähnlich anfällig sind Fenster und Terrassentüren – fehlende Pilzkopfverriegelungen oder gekippte Fenster sind ein Leichtes für Einbrecher . Kellerfenster und Lichtschächte werden beim Einbruchschutz oft vergessen, sind wegen ihrer versteckten Lage aber ein beliebter Einstiegspunkt in das Haus. Dasselbe gilt für Garagen und Nebeneingänge, weil diese Türen häufig schlechter gesichert sind.

Welche Lösungen bietet ASSA ABLOY für mehr Sicherheit?

  • Mechanische-Schließzylinder: Die IKON-Schließzylinder bieten hohen Einbruchschutz und sind nach entsprechenden Standards zertifiziert. Die patentierten Profile basieren auf jahrzehntelangem Know-how in der Präzisionstechnik und sind auch gegen modernste Einbruchsmethoden wirksam gerüstet. Das Typenprogramm umfasst Schließzylinder für Türen, Fenster, Tore, Garagen, Briefkästen, Möbel und fast jeden anderen denkbaren Einsatz.
  • Türsicherungen und Zusatzschlösser: Kastenriegelschlösser, Panzerriegel und Querriegelschlösser bieten maximalen Hebelschutz – besonders für Neben- und Kellereingangstüren, bei denen Standardschlösser nicht ausreichen.
  • Schutzbeschläge und Schutzrosetten: Aus bohrgeschütztem Stahl gefertigt, decken IKON-Schutzbeschläge den Zylinder ab und verhindern, dass Einbrecher ihn abbrechen oder herausziehen können.
  • Fenstersicherungen: Die IKON Fenstersicherungen bieten wirksamen Schutz auf der Schlossseite und Griffseite an ein- und zweiflügligen Kunststoff-, Holz- und Aluminiumfenstern sowie Hebeschiebetüren. Die abschließbare Fenstersicherung Krallfix lässt sich einfach nachrüsten und ist für alle gängigen Fenstertypen erhältlich.
  • Elektronische Schließlösungen CLIQ Go: CLIQ Go ist die smarte Lösung für private Haushalte und kleine Schließanlagen. Das rein elektronische System verwalten Sie bequem über die CLIQ Go App – Zutrittsberechtigungen lassen sich jederzeit per Smartphone anpassen oder bei Schlüsselverlust sofort entziehen. Batterien im Zylinder und Verkabelungen sind nicht erforderlich.

Praktische Tipps für mehr Sicherheit im eigenen Zuhause

Selbst die beste Sicherheitstechnik entfaltet ihre volle Wirkung nur in Kombination mit bewusstem Verhalten. Diese Tipps helfen Ihnen, Einbrecher konsequent abzuschrecken:

  • Wenn Sie zu Hause sind: Schließen Sie die Haustür auch tagsüber ab. Schließen Sie Fenster, wenn Sie den Raum verlassen – ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster.
  • Wenn Sie außer Haus sind: Hinterlassen Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, weder auf dem Anrufbeantworter noch in sozialen Netzwerken. Simulieren Sie Anwesenheit durch Zeitschaltuhren für Licht und Rollläden.
  • Urlaubszeit = Einbruchszeit: Bitten Sie Nachbarn, regelmäßig nach Ihrem Zuhause zu sehen. Lassen Sie Rollläden nicht dauerhaft geschlossen und veranlassen Sie, dass Briefkästen geleert werden. Teilen Sie auch dann nicht öffentlich, dass Sie abwesend sind.
  • Wertsachen sicher aufbewahren: Deponieren Sie Schmuck, Bargeld und wichtige Dokumente in einem eingemauerten oder einbruchhemmend verankerten Tresor. Führen Sie zudem eine Wertgegenstandsliste. Sie erleichtert im Schadensfall die Regulierung mit der Versicherung.

Weitere Informationen für Sie

  • Downloads

    Alle Unterlagen zu Zusatzsicherungen für Tür und Fenster.

  • Produktkatalog

    Das vollständige ASSA ABLOY-Sortiment für Privathaushalte und Gewerbe.

     

  • Lexikon

    Fachbegriffe rund um Sicherheitstechnik und Schließanlagen.

     

  • KEINBRUCH

    Die gemeinsame Initative von Polizei und Wirtschaft für mehr Einbruchschutz.

     

Häufig gestellte Fragen zum Einbruchschutz

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